Der Round Table Weihnachtskonvoi startet auch 2017 wieder

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Unsere Weihnachtspäckchen-Aktion steht wieder in den Startlöchern. Wir wissen um die Flüchtlingskriese im eigenem Lande. Aber wir wissen aus unseren Konvois der letzten Jahre auch von der Lage der Kinder in Rumänien und der Ukraine. Deren Lage ist unverändert katastrophal und es ist dringend nötig den Konvoi auch dieses Jahr zu starten.

Somit sammeln wir auch dieses Jahr von Ihnen gepackte Päckchen in Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten aber auch im Rotmaincenter und über zahlreiche Sammelstellen für Kinder in Rumänien, der Ukraine und Moldawien. Wir selbst organisieren wieder LKW’s und Transporter um selbst die Päckchen zu den Kindern in den entlegensten Winkeln zu bringen. Meist deren einziges Weihnachtsgeschenk, teils das Einzige im ganzen Leben!

Nun steht der neue Flyer und der neue Zuordnungszettel zum Download bereit. Bitte fragen Sie wieder Ihre Schule und Ihren Kindergarten, ob er (wieder) mitmacht! Gedruckte Flyer stellen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Download Flyer

Download Zuordnungszettel

Bis zum 23. November können die Päckchen im Rotmaincenter, bei vielen teilnehmenden Kindergärten und Schulen oder bei folgenden Sammelstellen abgegeben werden:

BAYREUTH STADT:

 Rotmain-Center Bayreuth
 SCHNEIDER Märkte (Carl-Burger-Str., Meranierring, Gravenreuther Str.)

 Becher Mode, Friedrich-von-Schiller-Straße 5
 Brandenburger Apotheke, Brandenburger Str. 24
 Cutting Crew, Badstraße 7
 Dentalzentrum Bayreuth, Karl-Marx-Straße 8
 Fischer Optik, Richard-Wagner-Str. 18
 Hulinsky Bäckerei, Richard-Wagner-Str. 25
 Juwelier Kolanus,Eyserhauspassage
 Mohren Apotheke, Maxstraße 57
 Plaka Restaurant, Sophienstraße 18
 Rathaus Apotheke, Luitpoldplatz 14
 Roter Hügel Apotheke, Preuschwitzer Str. 57
 Zur Sudpfanne, Oberkonnersreuther Str. 6

BAYREUTH LANDKREIS:

 SCHNEIDER Märkte Landkreis (Bindlach, Creußen, Eckersdorf und Pegnitz)

 Auto Haferkorn, Bamberger Str. 20, Eckersdorf
 antsandelephants, Werbeagentur – Fotostudio, Mistelgau
 Fischer Optik, Bahnhofstraße 79, Bad Berneck
 Hulinsky Bäckerei, Mistelbach
 Juwelier Kolanus, Am Holzmarkt 4, Kulmbach
 Haardesign Elain Gold, Bayreuther Str., Hummeltal

HELFEN SIE MIT!!! DANKE!

Nach dem Konvoi ist vor dem Konvoi

Vielen lieben Dank an alle Unterstützer und Spender unseres Konvois.

Es war auch dieses Jahr ein voller Erfolg und wir konnten wieder tausende Kinderaugen zum leuchten bringen. Dies wäre ohne Ihre Hilfe nicht möglich gewesen.

Dennoch ist nach dem Konvoi auch wieder vor dem Konvoi. Denn auch 2016 werden wir im November wieder mit dem Einsammeln der Päckchen beginnen.

Wir hoffen, Sie unterstützen uns auch in diesem Jahr!?

Round Table Deutschland lässt Kinderaugen leuchten

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Der Weihnachtspäckchenkonvoi bringt 80.000 Geschenke für bedürftige Jungen und Mädchen nach Rumänien, Moldawien und in die Ukraine.

80.000 Pakete. 30 Fahrzeuge. 130 Helfer. Bis zu 47 Stunden Fahrt. Das sind die beeindruckenden Zahlen zum größten und erfolgreichsten Weihnachtspäckchenkonvoi der Serviceorganisation Round Table Deutschland. Inzwischen beteiligen sich auch die befreundeten Clubs Ladies Circle und Old Tablers Deutschland an dem Projekt.

Bereits seit dem Jahr 2001 bringt Round Table Kinderaugen zum Leuchten: In Kindergärten, Schulen, Vereinen und auch in privaten Haushalten in ganz Deutschland werden in der Vorweihnachtszeit jedes Jahr Päckchen für bedürftige Kinder in Rumänien, Moldawien und der Ukraine gepackt – von Jahr zu Jahr werden es mehr!

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Die Weihnachtspäckchen werden von Mitgliedern von Round Table sortiert, verpackt und schließlich zu einem zentralen Logistikzentrum in Hanau geliefert, von wo aus der Konvoi dann in Richtung Rumänien, Moldawien und der Ukraine startet, wo die Päckchen bereits von Tausenden Kindern in Heimen, Kindergärten und Schulen sehnlich erwartet werden.

Alle Mühen, alle Strapazen der Anreise sind wie weggepustet, wenn die freiwilligen Helfer die Geschenke vor Ort übergeben: Kinderaugen beginnen zu leuchten, erst ängstlich und schüchtern, dann freudig strahlend.

„Es ist unglaublich, welche Dynamik der Weihnachtspäckchenkonvoi über die Jahre entwickelt hat“, sagt Sascha Mummenhoff, derzeitiger Präsident des Serviceclubs Round Table, der in ganz Deutschland an sogenannten „Tischen“ organisiert ist. „In diesem Jahr waren es 130 Freiwillige, die sich eine Woche Urlaub genommen haben, um Kinderaugen zum Leuchten zu bringen: Wer einmal als freiwilliger Helfer dabei war, vergisst das nie – und sieht Weihnachten mit anderen Augen“, weiß Mummenhoff.

Übrigens: Auch international findet der Weihnachtspäckchenkonvoi große Beachtung: Die Aktion ist Mitte des Jahres zum „Service Project of the Year“ der EMA-Region von Round Table International ernannt worden. Der EMA-Region gehören mehr als 35 Nationen an – von Finnland bis Tunesien, von Amerika bis Israel. Deutschland hat diese Auszeichnungen noch nie erhalten. Sie ist der Lohn für inzwischen 13 erfolgreiche Konvoi-Jahre.

Schenken ist schöner als beschenkt zu werden… Fast 150 Helfer verteilten wieder Weihnachtsgeschenke in Rumänien, Ukraine und Moldawien

Vor zwölf Jahren unterstützte der internationale Service Club Round Table ein Projekt der Rudolf-Walther-Stiftung in Timişoara in Rumänien. Hier entstand in einem bestehenden Kinderheim mit angeschlossener Schule ein Ausbildungszentrum für ganz verschiedene handwerkliche Berufe für Straßenkinder und Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen. Zu dieser Zeit lebten noch viele Kinder in Timişoara und der nahen Umgebung in sehr ärmlichen Verhältnissen. Nachdem bei uns in Deutschland die Kinderzimmer hingegen vor Spielzeug zum Teil überquellen, in Rumänien die Kinder jedoch teilweise gar nichts zu Weihnachten geschenkt bekommen, da die Familien dafür kein Geld übrig haben, meist sehen müssen, dass das Geld für Lebensmittel ausreicht, war die Idee geboren. Unsere Kinder hier in Deutschland geben etwas von sich ab, packen eines ihrer Spielzeug in ein Paket, legen noch Süßigkeiten, Schulsachen, Drogerieartikel und ähnliches dazu und wir fahren die Päckchen dann persönlich nach Rumänien. Im ersten Jahr wurden so rund 2.500 Päckchen nach Timişoara gefahren. Damals reichte noch ein 7,5 Tonner für die Fahrt aus.
12 Jahre später hat sich viel geändert. Es sind jetzt 66.000 Weihnachtspäckchen, wir sind 150 Helfer, es sind insgesamt fast 30 Fahrzeuge, davon meist 40-Tonner-Sattelzüge und wir sind inzwischen eine volle Woche auf Tour. Auch in Rumänien hat sich viel geändert. In Timişoara gibt es keine Straßenkinder mehr (zumindest offiziell), es sieht dort schon fast westlich-europäisch aus, es gibt große Super- und Baumärkte, die Häuser machen einen guten Eindruck und auch die weltweit vertretenen Fast-Food-Ketten sind bestens vertreten. Aber auch die meisten Discounter-Leuchtzeichen kennen wir aus unserer Heimat. Daher fahren wir nicht mehr dorthin, sondern weiter ins Landesinnere. Inzwischen auch in die Ukraine und in diesem Jahr erstmals nach Moldawien. In Rumänien fahren wir nach Petrosani, Jasni, Alba Julia, Braşov und einige andere Stationen. Unser Ziel ist es, in der jeweiligen Gegend möglichst viele der mitgebrachten Weihnachtspäckchen auch persönlich den Kindern zu übergeben und wir schaffen das auch ziemlich gut, trotz der riesigen Menge, die wir mitbringen.
Ich war erstmals in 2007 dabei, dann wieder in 2011 und jetzt auch 2012. Und ich werde auch in 2013 wieder mit dabei sein. Zum dritten Mal war ich in Petrosani, mitten in den Karpaten, mitten in Transsylvanien. Eine wunderbare Landschaft, die im Sommer einfach mit viel Grün herrlich sein muss, im Winter sich durch die verschmutzte Luft jedoch eher dreckig, braun und farblos präsentiert. Petrosani lebt und lebte vom Kohlebergbau. Durch die Energiewende weltweit ist allerdings Kohle nicht mehr gefragt und so haben schon viele der Bergwerke geschlossen, weitere werden sich noch folgen. Die Arbeitslosigkeit beträgt daher mind. 60 Prozent oder mehr. Die Menschen leben daher von staatlicher Hilfe, Hilfstätigkeiten und Nebenjobs. Der Monatsverdienst der Caritas-Mitarbeiter, die uns begleiten und unterstützen, sowie auch enorm gastfreundlich jedes Jahr aufnehmen, liegt bei rund 200 Euro im Monat. Die Lebensmittelpreise sind jedoch ähnlich hoch wie bei uns in Deutschland. Die Mieten sind natürlich sehr niedrig, eine Ein-Raum-Appartement, das zum Teil mit sechs oder mehr Personen bewohnt wird, kostet nur 11 Euro Kaltmiete, Wasser und Strom sind auch noch recht günstig. Aber zum Leben wird Essen benötigt, und hier unterscheiden sich die Kosten lediglich bei Obst und Gemüse, das sehr günstig ist. Eine Tafel Schokolade kostet hingegen auch fast einen Euro, Spielzeug etc. genauso viel wie bei uns. Auch Fleisch und Käse sind nicht günstiger. Damit ist es für die Familien wirklich unmöglich, Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Auch für Kleidung bleibt in der Regel kein Geld übrig. So hatten wir die Möglichkeit, auch in den Familien direkt Geschenke zu übergeben. Round Table Bayreuth unterstützte auch speziell eine Familie und wir organisierten einen gebrauchten Kühlschrank, Kleidung, Geschirr und Geschenke für eine fünfköpfige Familie. Der Vater ist vor Jahren gestorben, die Mutter vor zwei Jahren ausgezogen und nicht mehr gesehen worden, nun leben die vier Kinder bei der Oma. Bianca, die zweitjüngste Tochter hat einen genetischen Fehler im Gaumen und ihr fällt das Sprechen sehr schwer. Im letzten Jahr stand eine Untersuchung beim Spezialisten in Timişoara an, aber es fehlte das Geld für die Fahrt und den Arzt. Spontan haben wir von RT 98 Bayreuth die Kosten übernommen, so dass der erste Schritt gemacht werden konnte. Die Oma hat sich in diesem Jahr nicht nur über unsere Geschenke gefreut und mich in die Arme geschlossen, sondern vor allem, dass wir die nächste und damit letzte Operation bei Bianca auch wieder finanzieren und Bianca damit eine normalere Kindheit haben kann. Sprechen und Essen sind nach der OP sicher kein Problem mehr. Ein paar Bilder aus dem Haus und mit der Familie finden sie in der Präsentation. Es war für mich ein wunderschöner Augenblick, die Dankbarkeit der Kinder und der Familie direkt zu sehen und zu spüren. Viele von unserem Team, die mich zur Familie begleitet haben, durften dies auch spüren und sogar zwei norddeutsche Berufsfahrer hatten Tränen in den Augen.
An einem Abend sind wir noch schnell zu zwei Waisenhäusern gefahren. Wir hatten in dem einen Haus die Päckchen bereits am Vortag abgegeben und die Bescherung war leider schon vorbei. Die Kinder zeigten uns aber ihre Geschenke und sangen für uns Lieder. Stella, ca. 15 Jahre alt, Waisenkind mit einer leichten psychischen Behinderung, sang unter anderem „Felice navidad“ für uns, ein Ausschnitt ist auf Kurier-TV zu finden. Es war schön zu sehen, wie toll die Kinder miteinander umgehen, fürsorglich und rücksichtsvoll. So wurden zum Beispiel immer wieder die Süßigkeiten weiter verteilt. Jeder wollte das Glück mit den anderen teilen. Das war für uns ungewöhnlich. Aber da die Kinder dort in der Regel nichts zu Weihnachten bekommen, ist die Freude über die Geschenke viel grösser und jeder möchte sein Glück mit den anderen Teilen. An diesem Abend teilten wir mit den Kindern nicht nur das Glück über die Geschenke, sondern vor allem viel Zeit. Wir sangen mit den Kindern, wir spielten mit Ihnen, wir mussten auf Ihren Armen unterschreiben, wir mussten Fotos gemeinsam machen und ihnen zeigen. Es war bewegend, und es gab dieser Aktion mit den Weihnachtspäckchen einen Hauch von Nachhaltigkeit. Ich freue mich schon wieder auch in 2013 dort Zeit mit den Kindern zu verbringen.
In einem anderen Waisenhaus saß ein 17-jähriger Junge direkt neben mit und packte sein Geschenk aus. Leider hatten wir nur Geschenke fürs Grundschulalter dabei, so fanden sich unter anderem ein großer Spielzeugtruck, ein Shampoo, Stifte und auch Süßes in dem Paket. Der Junge baute den Truck zusammen, legte ihn aber dann gleich wieder vorsichtig zurück in sein Päckchen. Er roch an dem Shampoo und legte es zurück. Er konnte etwas englisch und so sprach ich mit ihm. Ich sagte ihm, dass das Shampoo sehr gut riecht und er dann Chancen bei den Mädchen hat, er lächelte und sagte, dass er sich nicht duschen würde. Allerdings war er sehr gepflegt. Niko, unser Mann von der Caritas, der uns an diesem Tag begleitet, nahm die Süßigkeiten aus dem Päckchen und forderte ihn auf, den Mädchen etwas anzubieten. Er legte jedoch die Schokolade zurück und sagte, dass er das nicht machen wollte. Niko sprach daher ein paar mehr Worte mit ihm in seiner Heimatsprache und übersetzte mir dann die Lebensgeschichte. Die Eltern des Jungen, sowie seines Zwillingsbruders, sind erst vor wenigen Wochen bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Daraufhin wurden die beiden Söhne in dem Waisenheim vorerst einmal untergebracht, bis sich die richtige Verwandtschaft und Unterkunft für die beiden findet. Für den Jungen gab es bis dato noch nie ein Geschenk zu Weihnachten und auch kein eigenes Spielzeug. Der Truck war sein erstes eigenes Spielzeug. Und so war es auch mit der Schokolade. Der Junge war 17 Jahre, wie ich schon eingangs erwähnt habe, und erst durch uns, hat er ein Geschenk bekommen. Das zeigte mir wieder einmal, wie wichtig diese Aktion ist. Und auch, wie gut es uns selbst geht.
Wir Helfer konnten vier Tage lang solche Geschichten erleben und es geht ziemlich an die eigene Substanz. Auf der anderen Seite wird man wieder einmal geerdet und erkennt, wie gut wir es in Deutschland haben. Rumänien gehört zur Europäischen Union. Würden wir statt gen Osten einfach in Richtung Westen fahren, wären wir in derselben Entfernung in Frankreich oder Spanien. Dort gibt es tolle Städte und ein geregeltes Leben. Die Unterschiede sind so Groß und erschütternd. Und daher werde ich auch 2013 wieder mitfahren und die Päckchen aus Deutschland, und hoffentlich wieder fast fünfeinhalb Tausend allein aus Bayreuth und Umgebung, nach Rumänien bringen, damit sich dort Kinder, wie ich sie Ihnen hier mit wenigen Beispielen vorgestellt habe, eine Freude zu Weihnachten machen kann. Es ist so schön zu sehen, wenn die Kinder mit solcher Freude in den Augen die Pakete aufmachen und sofort zu spielen beginnen, die Mützen aufziehen, das Federmäppchen ansehen, die Schokolade essen und so vieles mehr.
Wir von Round Table Bayreuth bedanken uns daher bei allen Päckchen-Packern und Spendern. Ohne ihre Unterstützung gehen der Konvoi und diese Hilfe nicht. Vielen DANK !!! Vielleicht können sie auf den Bildern in unserer Präsentation ein bisschen fühlen, wie sehr sich die Kinder freuen. Bitte helfen Sie uns auch in 2013 wieder, damit wir so vielen Kindern eine Freude machen können.
Wir haben nicht nur 66.000 Kinder glücklich gemacht, auch deren Familien, die Verwandtschaft und Freunde und auch die Mitarbeiter der Caritas vor Ort hatten das ein oder andere Mal eine Träne in den Augen. Auch hier in Deutschland haben wir viele Kinder beim Einsammeln gesehen, die mit Stolz und Freude ihr Päckchen auf einen der vielen LKWs geladen haben, die zwei Tage lang die rund 70 Schulen, Kindergärten und sonstigen Sammelstellen abgefahren haben. Auch hier sind Menschen glücklich helfen zu können. Helfen Sie uns daher auch weiterhin, damit wir den Kindern helfen können, die Welt ein klein wenig schöner zu machen.

Ihr
Hartmut Joost

Zum elften Mal war der Konvoi on Tour

Es sind schon wahnsinnige Zahlen und Fakten, die diese Aktion von Round Table, Old Table und Ladies Circle so auf die Beine stellt. Da packen in ganz Deutschland an so vielen Orten Kinder ein Spielzeug oder Geschenk in einen Karton, hunderte freiwillige Helfer sammeln die Päckchen ein und 100 von Ihnen fahren eine Woche nach Rumänien und in die Ukraine, um Kindern, die ansonsten zu Weihnachten keine Geschenke bekommen, eine Freude zu machen. So war es auch beim elften Konvoi wieder ein grosse Schar an Kindern, die weit über 68.000 Päckchen gepackt haben. Allein in Bayreuth waren über 3.200 Geschenke, zusammen mit den befreundeten Clubs aus Amberg, Kulmbach und Coburg dann mehr als 4.000 Päckchen. An zwei Tagen haben die Bayreuther Tabler von über 70 Schulen, Kindergärten und Sammelstellen die Päckchen mit Lkws abgeholt, von Pegnitz bis Münchberg/Helmbrechts, von Glashütten/Ahorntal bis nach Fichtelberg/Mehlmeisel. In einer abendlichen Aktion bei der Spedition Steinbach, der wir ganz herzlichen Dank aussprechen für die tatkräftige und einzigartige Unterstützung durch die ZurVerfügungStellung der Halle, der Palletten, des Transportes nach Hanau und vor allem der vier Helfer incl. dem Chef persönlich, haben dann über 30 Leute vier Stunden lang sortiert, in grössere Kartons umgepackt, palletiert und gezählt.

In kleines bundesweites Orga-Team unter Führung der Konvoileiterin Nicole Richter hat die 17 Sattelzüge, 3 Reisebusse und 3 Kleinlaster über das Netzwerk der drei Serviceclubs organisiert, darüber hinaus Geldspenden über 100.000 Euro. Es müssen ja auch die Kosten für Diesel, Maut, Zoll, Autobahngebühren etc. gedeckt werden. Freundlicherweise ist der Konvoi in Deutschland mautbefreit, die anderen Länder wie Österreich und Ungarn sind hier leider nicht so entgegenkommend. Und nicht zu vergessen, es konnten auch wieder 100 Helfer gefunden werden, die sich eine Woche Urlaub nehmen, um mitzufahren und zu helfen. Die Kosten für die Verpflegung werden von den Helfern selbst getragen und auch die „roten Konvoijacken“, die als Erkennungszeichen dienen und gleichzeitig im Winter schön warm halten, bezahlt jeder selbst. Die Spenden werden nur für tatsächliche Sachkosten verwendet, somit kommt jeder Cent auch richtig an.

Am 3. Dezember ging es dann los. Am Tag zuvor trafen schon alle Fahrzeuge in Hanau in der Nähe von Frankfurt am Main ein, damit die Papiere erstellt werden. Jeder der Sattelzüge wird gewogen, die Einteilung der Gruppen wird festgelegt. Drei Sattelzüge und ein Reisebus starteten in Richtung Ukraine, die anderen 14 Trucks, zwei Reisebusse und drei Kleintransporter brachen am Samstag morgen in Richtung Rumänien auf. Ich selbst, Hartmut Joost, seit Jahren Mitglied bei Round Table 98 Bayreuth, war bereits 2007 mit dem Konvoi unterwegs und begleitete die Gruppe mit insgesamt 17 Helfern, 4 Sattelzügen und einem Kleintransporter nach Petrosani. Ich wollte mir vor Ort ein Bild machen, was sich geändert hat, mit der Hoffnung, dass sich die Situation vielleicht schon gebessert hat. Kurz hinter der ungarisch-rumänischen Grenze teilten wir uns auf, weitere Touren gingen nach Ilia, Alba Julia, Brasow und Bacao. Leider musste unsere Gruppe nach kurzer Fahrt auf den feldwegartigen Strassen schon einen Zwangshalt einlegen. Eine der Zugmaschinen war defekt. Gut vier Stunden lang versuchten die anwesenden Fahrer und auch ein Mechaniker, der den Konvoi begleitet, das Fahrzeug wieder in Gang zu setzen, leider erfolglos und es musste kurzfristig ein Truck-Service vor Ort gesucht werden. Die anderen drei Sattelzüge setzen die Fahrt nach Petrosani fort, der Kleinbus folgte später nach. Gegen 20 Uhr am Sonntag abend trafen wir dann nach 34 Stunden Fahrt am Haus der Caritas ein. Da wir die Päckchen nicht auf den Anhängern über Nacht lassen können ( vor Jahren wurden die Planen aufgeschlitzt ) musste noch abgeladen werden. Dank der Leiterin der Caritas Nora, die vor Ort sich für die sozialschwachen Familien einsetzt, waren fast 30 Helfer vor Ort und entluden in Rekordzeit die drei Anhänger mit rund 17.000 Weihnachtspäckchen. Es wurde im Haus nach Altersgruppen sortiert und mit deutsch, englisch, italienisch und rumänisch sowie ganz viel Zeichensprache war kurz vor Mitternacht auch das letzte Päckchen im Haus der Caritas untergebracht. Die Anhänger blieben offen, damit sich jeder vom „leeren“ Inhalt überzeugen konnte. Für die Helfer gab es nun ein warmes Essen und das Nachtlager, bestehend aus Behelfsbetten und Matrazen, konnte bezogen werden. Die Mitfahrer und Fahrer wurden so auf vier Zimmer mit je 3 – 5 Personen verteilt. Ein paar der Fahrer nutzten lieber die bequeme Fahrer-Koje im Lkw.

Schon am nächsten Tag in der Früh ging es dann mit Kleintransporten und Pkw nach einem gemeinsamen Frühstück mit den Helfern der Caritas mit dem Verteilen der Päckchen los. Wir besuchten die ersten Kindergärten, Schulen, Waisenhäuser, Krankenhäuser und vor allem auch direkt Familien in ihrem Zuhause. Die Zustände sind sehr schlecht und erschreckend. Viele Häuser sind verfallen. Der Holzboden ist durchgefault, die Menschen leben auf dem blanken Erdboden, die Wände sind bis zum Dachgiebel mit Feuchtigkeit durchzogen, die Dächer sind nicht gedämmt und häufig sogar undicht. Ein verrosteter Ofen steht in einer Ecke und wärmt die meist nur ein oder zwei Zimmer, in denen die kinderreichen Familien leben. Leider sind dies keine Einzelfälle, sondern geschätzt die Hälfte bis zu zwei Dritteln leben in diesen Verhältnissen. Petrosani lebte und lebt vom Kohleabbau, hier wurden in den letzten Jahren einige Bergwerke geschlossen, von ehemals sieben Gruben besteht nur noch eine, die auch noch aufgelöst werden soll. Die Arbeitslosigkeit liegt daher bei rund 70 Prozent. Eine soziale Absicherung wie in Deutschland über Arbeitslosengeld oder Hartz IV besteht nicht. Wenn Arbeit da ist, liegt das Einkommen deutlich niedriger als bei uns, auf der anderen Seite sind Lebensmittel, abgesehen von Gemüse und Obst, so teuer wie in Deutschland. Wir fahren durch Wohngegenden, die von aussen wie Geisterstädte wirken, aber komplett bewohnt sind. Die Situation ist bedrückend. In den Einzelöfen in den Häusern wird nicht nur Holz oder Öl, sondern auch Pappe und anscheinend alles, was brennt, zum Feuermachen genutzt. So hängt auch ein Nebelschleier über den Häusern. Wir sind alle ziemlich erschüttert von der Situation.

Umso schöner sind dann die Momente in der Klassenzimmern und Heimen, wenn die Kinder ihr Weihnachtsgeschenk von uns in die Hand gedrückt bekommen und meist noch vor unseren Augen auspacken. Die Freudentränen sind dann nicht nur bei den Kindern zu finden, sondern auch bei den Helfern. Die Inhalte sind sehr liebevoll verpackt und die Kinder haben eine riesige Freude, ihr Geschenk auszupacken und den Inhalt genau zu untersuchen. In einem Kindergarten öffnet eines der Kinder gleich die Packung mit den „Lollis“ und verteilt diese an alle Kinder in der Gruppe. Kein Neid, sondern Zusammenhalt bestimmt hier das Bild. Ein zehnjähriger Junge zieht sofort den Pullover, Schal und die Mütze aus Wolle in Ringeloptik an, die er in seinem Paket gefunden hat, und strahlt über beide Backen. Ein kleines Mädchen, die Haare aufgrund einer Krankheit ganz kurzgeschoren, grinst mit der neuen Barbie-Puppe in der Hand, entfernt das Staniolpapier vom im Päckchen gefundenen Schokoladennikolaus und beisst genussvoll hinein. In diesem Momenten wird uns allen bewusst, warum wir diese Aktion ins Leben gerufen haben. Mit einfachen Mitteln und mit unserer Zeit und Hilfe wollen wir Kindern helfen, die ansonsten ein Weihnachtsfest ohne Geschenke erleben müssen.

Und unsere Aktion bereitet nicht nur den Kindern vor Ort Freude, auch das Kind, das in Deutschland das Päckchen gepackt hat, freut sich, etwas Gutes zu tun. Denkt an das Kind in Rumänien und der Ukraine, das sich zu Weihnachten über ein Geschenk freut. Wieviele Eltern, Verwandte oder Freunde haben beim Einpacken geholfen und sich damit auch über dieses Paket freuen können. Und vor Ort freuen sich nicht nur die Kinder, sondern Eltern, Grosseltern, Verwandte, Lehrer, Erzieherinnen und viele mehr mit den Kindern über das Weihnachtsgeschenk. Das meist einzige Geschenk, dass es in diesem Jahr zu Weihnachten geben wird. Damit sind es nicht nur über 68.000 Menschen die sich freuen, sondern ein vielfaches mehr ! Demgegenüber wirkt dann der eingangs genannte Aufwand sowie die Zahlen und Fakten vergleichsweise gering.

Kinder helfen Kindern ! Und noch mehr darüber hinaus…

Es war für mich zum zweiten Mal ein ganz besonderes Erlebnis, bestehend aus der wunderbaren Tour auf den Lkws, der Freude beim Einsammeln der Päckchen in Deutschland, aber insbesondere diesem wundervollen Gefühl, dass sich so viele Kinder in Rumänien und in der Ukraine freuen dürfen. Es war ein ganz anderes Weihnachtsfest und zum Schluss steht wieder fest: Auch in 2012 wird es einen Konvoi geben. Auch in 2012 werden wieder viele helfenden Hände und Spender gesucht, damit wir auch in diesem Jahr Kindern ein schönes Weihnachtsfest ermöglichen können.

Helfen Sie uns daher bitte wieder mit einem Päckchen, mit Geldspenden, mit Ihrer Hilfe und mit Ihrem Einsatz, damit der Konvoi 2012 wieder ein Erfolg wird, ein Erfolg für so viele Kinder… jedes von Ihnen hat es verdient.

Round Table Bayreuth bedankt sich bei allen Spendern 2011 und freut sich auf die Unterstützung in diesem Jahr….

Für Sie alles Gute….

Ihr

Hartmut Joost

Unter folgendem Link haben wir Ihnen eine PDF-Präsentation des diesjährigen Konvois zusammengestellt.

Download KONVOI-2011 _ hohe Auflösung (61 MB)

Download KONVOI-2011 _ geringe Auflösung (10 MB)

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